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Mit Gruselfaktor: Stephen Kings «Der dunkle Turm»

Auf festem Fundament

Der dunkle Turm
Geschrieben am 7. August 2017

München (dpa) - Kaum einer lehrt besser das Fürchten als Stephen King - und das auch auf der großen Leinwand. Filme wie «Es» oder «Shining» gelten als Horror-Klassiker.

Nun kommt ein King-Film der etwas anderen Art in die Kinos: «Der dunkle Turm» ist ein düsteres Fantasy-Abenteuer auf Basis eines der umfangreichsten Werke des weltberühmten Schriftstellers.

In der Saga wird Jake in New York von Visionen aus einer anderen Welt heimgesucht, in der ein dunkler Turm das ganze Universum zusammenhält und vom «Mann in Schwarz» bedroht wird. Der begabte Junge, überzeugend gespielt von Nachwuchstalent Tom Taylor, bringt alles was er sieht auf Papier. Doch weder seine Mutter noch ihr neuer Mann glauben ihm.

Als er durch eine Art Wurmloch in diese endzeitliche Welt aus seinen Visionen gelangt, trifft er «Revolvermann» Roland. Roland ist der letzte seiner Art und damit der einzige, der verhindern kann, dass der dunkle Turm und mit ihm alle Welten in den Untergang gestürzt werden. Mit Jakes seherischen Fähigkeiten - auch «Shining» genannt - will er den «Mann in Schwarz» ausspüren und vernichten. Doch Roland will damit nicht nur die Apokalypse verhindern, sondern sich auch für die Auslöschung seiner Familie rächen.

Der britische Schauspieler Idris Elba (44, «Star Trek Beyond») spielt die Rolle des gebrochenen Revolverhelden in zahlreichen Facetten. Mal lässt er ihn egoistisch wirken, mal verletzlich, mal locker und cool - und das obwohl ihm die dichte Handlung des Blockbusters eigentlich nur wenig Raum für Entfaltung bietet.

Das gilt noch mehr für Matthew McConaughey (47, «Interstellar»), der als «Mann in Schwarz» diesmal auf der Seite der Bösewichte steht - ein echtes Highlight des Films. Der Hollywood-Schauspieler war jahrelang auf die Rolle des aalglatten Schönlings festgelegt und spielte in zahlreichen Romantikkomödien mit. Spätestens nach seiner Darstellung eines Aids-Patienten im Drama «Dallas Buyers Club», wofür er 2014 den Oscar bekam, änderte sich sein Image.

In «Der dunkle Turm» setzt er mithilfe seiner Zauberkräfte schon fast mit diabolischer Freude den Menschen und Kreaturen in seiner Umgebung zu und stürzt sie mit puren Worten wie «Hass» ins Verderben - was unter anderem für den typisch Kingschen Grusel-Faktor in der Erzählung sorgt. Als eine Art intergalaktischer David Copperfield reist er durch die Welten und nutzt dabei seine magischen Kräfte, um alles zu töten, was sich ihm in den Weg stellt.

Obwohl der Film auf einem achtbändigen Zyklus beruht, den man problemlos als episch bezeichnen kann, da er neben Tausenden Seiten auch jede Menge Nebenhandlungen und Verweise umfasst, ist er auch für Nicht-Buchkenner verständlich. Das kurzweilige Werk von Regisseur Nikolaj Arcel («Die Königin und der Leibarzt») wirft nur Schlaglichter auf Kings-Fantasy-Welt und lässt vieles aus. Das dient zwar dem klar erkennbaren roten Faden der Geschichte, könnte aber auch ein paar Buch-Fans enttäuschen.

Der dunkle Turm


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