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Historiendrama: «Der Stern von Indien»

Hollywood trifft Bollywood

Der Stern von Indien
Geschrieben am 7. August 2017

Berlin (dpa) – Es beginnt mit traumhaft schönen Bildern: 1947 kommen Lord Mountbatten und seine Gattin Edwina nach Delhi. Als Vizekönig soll der Lord die britische Kronkolonie in die Unabhängigkeit entlassen. Mehr als 500 Bedienstete hat er dafür im prachtvollen Palast zur Verfügung.

Doch rasch ist klar: Egal, wie viele Unbekannte und Prominente, wie etwa Mahatma Gandhi, ihm zur Seite stehen: Der politische Auftrag aus London birgt jede Menge Sprengstoff in sich. Parallel zu den Ereignissen um Mountbatten (Hugh Bonneville) und dessen Frau (Gillian Anderson) wird die Liebesgeschichte zweier Bediensteter im Palast erzählt. Die Muslima Aalia und der Hindu Jeet kennen einander seit Jahren. Doch da sie verfeindeten Religionen angehören, müssen sie ihre Gefühle füreinander unterdrücken. Das Herz aber lässt sich auf Dauer selbst mit noch so viel Verstand nicht betrügen. Die Beiden wollen ihre Liebe leben.

Das Schicksal des Paares hängt allerdings nicht allein von ihrem Mut ab. Als sie Aalias Vater (Om Puri) um sein Einverständnis bitten wollen, taucht jener Mann auf, dem die junge Frau schon lange versprochen wurde. Sein Militärdienst ist zu Ende, und er will seine Verlobte heiraten. Schon das bringt Konflikte. Dazu kommt die mit der Unabhängigkeit verbundene Teilung des Subkontinents in die Staaten Indien und Pakistan. Für Millionen wie Aalia und Jeet ist das eine Katastrophe.

Familien werden getrennt. Alte Feindschaften brechen sich Bahn. Unruhen flammen auf. Es gibt unzählige Tote und Verletzte. Die Schicksale der Herrschenden, wie Mountbatten und seiner Frau, und der Beherrschten, wie Aalia und Jeet, drohen, von den weltgeschichtlichen Entwicklungen erdrückt zu werden. Diese Konstellation nutzt Regisseurin Gurinder Chadha für eine wuchtige Erzählung und stilistische Opulenz. Damit erinnert ihr Film an Kino-Klassiker wie «Vom Winde verweht» und «Doktor Schiwago».

Hollywood trifft auf Bollywood. Wie sicher von vielen Zuschauern erwartet, gibt es etwa eine ausufernde Tanzsequenz. Im Stil der Traumfabrik wird viel gelitten. Doch das mutet nie kitschig an. Was daran liegt, dass Gurinder Chadha gemeinsam mit zwei weiteren Drehbuchautoren Ereignisse aus dem Leben ihrer Großeltern in die Story hat einfließen lassen. Das gibt selbst Momenten emotionaler Erregung eine überzeugende Glaubwürdigkeit.

Einen Großteil seiner Wirkung bezieht der Film aus seiner visuellen Eleganz und der Erzählung, die viele Handlungsstränge raffiniert miteinander verbindet. Hinzu kommen die schauspielerische Klasse noch in kleinsten Rollen sowie das durchweg spürbare Anliegen von Gurinder Chadha: Ihr Rückblick auf die Geschichte der Heimat ihrer Vorfahren zielt auf das Heute. Dazu sagt sie im Presseheft: «Ich möchte mit dem Film davor warnen, sich Politikern, die mit einer Rhetorik des Hasses Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit geben, zu öffnen.»

Da diese Botschaft nie vordergründig herausposaunt wird, fesselt der Film von der ersten bis zur letzten Szene. Wer’s gefühlvoll mag, wird blendend unterhalten. Und man bekommt dazu Einiges zum Nachdenken mit auf den Weg. Das gibt dem Film eine Größe, die im gängigen Kino Seltenheitswert hat.

Der Stern von Indien


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