Neckaralb Love

Der Single-Treff für die Region

Ihr Wunschsong im Radio

Schicken Sie uns Ihren Musikwunsch direkt ins Studio

Kontakt ins Studio!

07121-945-8888

Jetzt läuft
{{ track }} von {{ artist }}
ONAIR
{{ show }}
mit {{ anchor }}

Trump droht nun auch Venezuela mit «militärischer Option»

Druck auf Maduro wächst

Nicolás Maduro
Geschrieben am 12. August 2017

Washington/Caracas (dpa) - Angesichts der politischen Umwälzungen in Venezuela hat US-Präsident Trump überraschend eine militärische Option ins Gespräch gebracht. «Wir haben viele Optionen für Venezuela, einschließlich einer militärischen, falls nötig», sagte er in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster.

Es war nicht unmittelbar klar, was Trump damit meinte. Seine Äußerung fiel ohne Erläuterung oder Zusammenhang.

Trump nannte die Lage im Land mit der größten Ölreserven der Welt ein «Chaos, ein sehr gefährliches Chaos und eine traurige Situation». Präsident Nicolás Maduro hatte zuletzt eine Verfassungsgebende Versammlung wählen lassen und damit das demokratisch gewählte Parlament faktisch entmachtet. Oppositionelle und zahlreiche Staaten werfen ihm vor, ein autoritäres Regierungssystem zu errichten.

Von militärischen Planspielen oder auch nur konkreteren Überlegungen in Sachen Venezuela ist seitens der US-Regierung nichts bekannt. «Das Pentagon hat keine Befehle erhalten», zitierten Medien einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino sagte zu Trumps Worten: «Das ist ein verrückter Akt, ein Akt des Extremismus.»

Kritik an Trumps Drohung kamen auch aus den eigenen Reihe und dem Ausland. «Der Kongress wird natürlich keinem Krieg in Venezuela zustimmen», sagte der republikanische Senator und einer von Trumps schärfsten innerparteilichen Kritikern, Ben Sasse, dem «Washington Examiner». Der chilenische Außenminister Heraldo Muñoz schrieb auf Twitter: «Chile weist die Drohung einer militärischen Intervention in Venezuela zurück.»

Kurz zuvor hatte sich Präsident Maduro noch um ein Gespräch mit Trump bemüht. Wie das Weiße Haus mitteilte, sei das aber abgelehnt worden. «Präsident Trump wird gerne mit dem Führer Venezuelas sprechen, sobald die Demokratie in diesem Land wiederhergestellt ist», hieß es in der Erklärung. Die USA verlangten eine Achtung der Verfassung, freie und faire Wahlen, die Freilassung politischer Gefangener und ein Ende der Repression gegen das Volk.

Für Maduro ist die Abweisung und Veröffentlichung des ungewöhnlichen Vorgangs peinlich, weil sie ihn als Bittsteller dastehen lässt. Trotz aller Differenzen sind die USA der wichtigste Abnehmer von Erdöl, ohne die Exporte in die USA droht die Staatspleite. Nach dem derzeitigen Ölpreis importieren die USA für rund zehn Milliarden Dollar im Jahr Öl aus dem am Rande des Ruins stehenden Landes.

Maduro hatte mit Trump auf bessere Beziehungen zu den USA als unter Vorgänger Barack Obama gesetzt. Tatsächlich hat sich das Verhältnis aber verschlechtert. Trump ergriff öffentlich Partei für den zu einer langen Haftstrafe verurteilten Oppositionsführer Leopoldo López und empfing demonstrativ dessen Frau Lilian Tintori im Weißen Haus.

US-Außenminister Rex Tillerson hatte zuletzt wiederholt betont, keine Option in Bezug auf Venezuela sei ausgeschlossen, da ging es aber eher um die Frage nach einem Importstopp für Öl aus Venezuela. Gegen mittlerweile über 20 Personen der Führungselite wurden Sanktionen verhängt, auch gegen Maduro. Mögliche Vermögen und Konten, auf die US-Behörden Zugriff haben, werden eingefroren, US-Bürgern sind Geschäfte mit den auf der Listen stehenden Personen verboten.

US-Finanzminister Steve Mnuchin hatte betont: «Präsident Maduro hat diese illegitime Verfassungsgebende Versammlung vereidigt, um seine Diktatur weiter zu festigen.» Maduro ist erst der vierte Staatschef der von den USA mit Finanzsanktionen belegt wurde - nach Kim Jong Un (Nordkorea), Robert Mugabe (Simbabwe) und Baschar al-Assad (Syrien).

Unterdessen verschärfen sich auch die diplomatischen Spannungen in Südamerika. Peru wies den venezolanischen Botschafter aus. Die Antwort kam umgehend: Geschäftsträger Carlos Rossi, derzeit oberster peruanischer Diplomat in Venezuela, müsse ebenfalls ausreisen.

Bericht Washington Examiner

Muñoz auf Twitter

Warum die Venezuela-Krise international bedeutsam ist

Das Drama von Caracas


Weitere Nachrichten

Neckaralb Panorama

17. Oktober 2017

Chinesisches Raumlabor stürzt ab: Warnung vor Trümmern

Peking/Darmstadt (dpa) - Teile des 2016 außer Kontrolle geratenen chinesischen Raumlabors «Tiangong 1» werden nach Ansicht von Raumfahrtexperten wahrscheinlich bald auf der Erde einschlagen.

Mehr Cargoschiff «Tianzhou 1» Quelle: DPA

Neckaralb Schlaglichter

18. Oktober 2017

Pfleger und Ärzte fordern Reformen im Gesundheitssystem

Berlin (dpa) - Ärzte und Pfleger dringen auf Reformen im Gesundheitssystem durch die künftige Bundesregierung. Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Franz Wagner, sagte der «Bild»-Zeitung , in der Pflege seien bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Bezahlung, mehr Eigenverantwortung und mehr Mitarbeiter notwendig. «Wir nehmen die Bundeskanzlerin in die Pflicht, ihre Versprechungen vor der Bundestagswahl jetzt in Taten umzusetzen - schnell und spürbar», betonte Wagner. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery verlangte «Sofortmaßnahmen im Kampf gegen den Ärztemangel».

Mehr

Neckaralb Sport

17. Oktober 2017

Kerber verliert Auftaktmatch in Luxemburg

Luxemburg (dpa) - Angelique Kerber ist gleich zum Auftakt beim WTA-Turnier in Luxemburg ausgeschieden. Die ehemalige Siegerin der Australian Open und US Open verlor in einer Neuauflage des Olympia-Endspiels von 2016 mit 3:6, 4:6 gegen Monica Puig aus Puerto Rico.

Mehr Angelique Kerber Quelle: DPA