Adam Rocks

Du bist der Musikchef

HIER ANMELDEN UND EINEN 100-€-GUTSCHEIN GEWINNEN

Jetzt läuft
{{ track }} von {{ artist }}
ONAIR
{{ show }}
mit {{ anchor }}

Seltener U-Boot-Fund aus dem Erstem Weltkrieg

Angehörige werden gesucht

U-Boot aus 1. Weltkrieg entdeckt
Geschrieben am 14. November 2017

Brügge (dpa) - Ein kleines Messingschild, weniger als zehn Zentimeter groß, könnte einigen deutschen Familien Gewissheit über den Tod ihrer Vorfahren im Ersten Weltkrieg bringen. «UB-29, vorn», steht darauf.

Anhand dieses Schildes haben Unterwasserarchäologen ein mehr als 100 Jahre altes deutsches U-Boot identifiziert, das im Sommer an der belgischen Nordseeküste nahe Ostende gefunden wurde. «Das ist ein sehr seltener Fund, vor allem so nah an der Küste», sagte Rüdiger Lüdeking, der deutsche Botschafter in Belgien, am Dienstag in Brügge.

Die UB-29 galt seit dem 27. November 1916 als verschollen - seit fast genau 101 Jahren liegt das Wrack in 30 Metern Tiefe, inzwischen komplett eingewachsen und mit Sand vollgelaufen. Es soll auf dem Meeresgrund bleiben und dort zum Seemannsgrab werden - nicht nur, weil ein Anheben technisch schwierig wäre. «Es ist auch eine gute Tradition, dass Seeleute in diesen Fällen dort verbleiben, wo sie sind», sagte Lüdeking. Damit die Totenruhe nicht gestört wird, soll um den Ort eine geschützte Zone errichtet werden.

Alte Besatzungslisten aus dem Marine-Archiv in Cuxhaven dokumentieren, dass sich bei der letzten Fahrt der UB-29 damals 22 und nicht wie zunächst vermutet 23 Besatzungsmitglieder an Bord befanden, wie Carl Decaluwé, der Gouverneur von Westflandern, erklärte. Aus welchen Teilen Deutschlands die Besatzung stammte, ist unklar. Nach der Identifikation des Bootes sollen nun aber auch die Identität der Opfer geklärt und deren Nachfahren informiert werden. «Ich hoffe, dass wir alle Familien finden werden», sagte Lüdeking.

Mit beeindruckenden Unterwasseraufnahmen dokumentierten die Archäologen um Tomas Termote bei insgesamt sechs Tauchgängen ihre  Beobachtungen. Anhand der Maße - 36 Meter lang, vier Meter breit - wurde schnell klar, dass es sich um ein Modell der U-Boot-Klasse UB II handelte. Diese wurden hauptsächlich in der Nähe der Küsten eingesetzt.

«Ich bin absolut begeistert über das Ergebnis, das wir haben», sagte Termote. Gerade gegen Ende der Tauchgänge sei es nicht mehr nötig gewesen, all zu nah an das Relikt aus dem Ersten Weltkrieg heranzutauchen. In das vollgelaufene und verschlossene Wrack konnte das Forschungsteam ohnehin nicht blicken.

Der Badeort Ostende war zwischen 1914 und 1918 umkämpfter Kriegsschauplatz. Die Flotte des deutschen Kaiserreichs führte von Flandern aus ihren U-Boot-Krieg unter anderem gegen britische Schiffe. Die Kriegsgegner der Deutschen legten ihrerseits Minen vor die belgische Küste. Eine dieser Bomben mit bis zu 1000 Kilogramm Sprengstoff wurde dem identifizierten U-Boot mutmaßlich zum Verhängnis, wie Gouverneur Decaluwé erklärte. Das Wrack wurde im Juni entdeckt. Im September machten die Behörden dies öffentlich und ließen das Boot untersuchen.

Informationen zum Fund (niederländisch)

Informationen zu Ostende im Ersten Weltkrieg


Weitere Nachrichten

Neckaralb Panorama

23. April 2018

Lebenslang für U-Boot-Bauer Madsen gefordert

Kopenhagen (dpa) - Zwei Menschen stechen mit einem U-Boot in See, nur einer von ihnen kommt lebend zurück. So weit sind sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft am vorletzten Tag des Mordprozesses gegen den dänischen Erfinder Peter Madsen einig.

Mehr U-Boot Quelle: DPA

Neckaralb Schlaglichter

23. April 2018

Flüchtlingsverbände kritisieren Abschiebung nach Afghanistan

Düsseldorf (dpa) - Flüchtlingsorganisationen und die Grünen kritisieren einen offenbar geplanten Abschiebeflug von Deutschland nach Afghanistan. Nach Angaben der Flüchtlingsräte in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt soll die Maschine am Dienstagabend vom Düsseldorfer Flughafen starten. Dies entspricht auch Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Hilfsorganisationen bezweifeln, dass Afghanistan für abzuschiebende Migranten sicher ist. Sie forderten am Montag, den Flug zu stoppen.

Mehr

Neckaralb Sport

23. April 2018

Dirk Nowitzki nach Knöchel-Operation: ««Es geht gut voran»

Dallas (dpa) - Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat sich nach seiner Knöcheloperation zufrieden mit dem Heilungsverlauf gezeigt. «Es ist jetzt über zwei Wochen her und ich bewege mich zuhause schon ganz gut ohne Spezialschuh», sagte Nowitzki in Dallas.

Mehr Rekonvaleszent Quelle: DPA